Nach den Sichtungen in Nachbargemeinden war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der Eichenprozessionsspinner auch in Unterschleißheim auftauchte. Am 9. Juni war es dann so weit: Beim städtischen Mängelmelder ging die erste Meldung zu einem Fund des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet ein. Betroffen waren Eichen in der Allee zwischen Waldfriedhof und Lohhof-Süd.
Die Stadt begann damals sofort, die betroffenen Stellen engmaschig zu kontrollieren, um eine Ausbreitung möglichst zu verhindern. Die vorgefundenen Nester wurden durch Absammeln entfernt. Seitdem wurden keine neuen Befallsstellen des Eichenprozessionsspinners an Eichen festgestellt, erklärt die Stadt auf Anfrage von Ushel.news. Standorten mit hoher Eichendichte werden noch bis September weiter beobachtet.
Außerdem gilt weiterhin der Aufruf vom Juni an die Bevölkerung, Verdachtsfälle oder Nester der Grünplanung zu melden (E-Mail gruenplanung@ush.bayern.de, Telefon: 089/31009-347). Die Meldung sollte den Standort möglichst genau angeben. Hilfreich sind außerdem Fotos, sofern diese ohne Annäherung an die Raupen oder Nester aufgenommen werden können.
Die Verpuppung des Eichenprozessionsspinners beginnt Ende Juni oder Anfang Juli und dauert circa drei bis sechs Wochen. Eine ausführliche und reich bebilderte Erläuterung zum Lebenszyklus des Insekts, seinen Erkennungsmerkmalen und den Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Insekten, gibt es beim Deutsche Wetterdienst. Einschätzungen zur Gefärdung durch den Eichenprozessionsspinner und geeigneten Bekämpfungsmaßnahmen hat Ushel.news hier zusammengetragen.
In Unterschleißheim scheint die Gefahr vorerst gebannt. Allerdings nimmt die Stadt den Warnschuss ernst: „Das diesjährige Auftreten des Eichenprozessionsspinners hat uns sensibilisiert und führt dazu, dass wir bereits im Frühjahr, etwa im Rahmen der turnusmäßigen Baumkontrollen, besonders wachsam sind, um der Lage Herr zu bleiben“, teilt die Stadtverwaltung mit.