Die Stadt Unterschleißheim kümmert sich im Stadtgebiet um etwa 10.000 Bäume und Großgehölze. Entsprechend groß ist der Aufwand, sie während längerer Hitze- und Trockenperioden zu versorgen. Die Trockenheit in diesem Jahr stellte die Stadt dabei vor neue Aufgaben. Deshalb werte die Stadtverwaltung die Erfahrungen der vergangenen Wochen aus und überprüfe, wie sich die Bewässerung künftig gezielter organisieren lässt, teilt die Stadt Unterschleißheim mit.
Extrem wenig Niederschläge
„Von März bis Juli 2026 fiel in Bayern so wenig Niederschlag wie noch nie seit 1931. Landesweit fehlten 45 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 1971 bis 2000. Hitzewellen und hohe Temperaturen verstärkten die Austrocknung zusätzlich durch eine hohe Verdunstung“, heißt es in der Mitteilung.

Der Servicebetrieb der Stadtwerke Unterschleißheim habe in den vergangenen Wochen täglich bis zu 25.000 Liter Wasser ausgebracht. Dafür wurde inzwischen ein neues Wasserfass mit 2.700 Liter Fassungsvermögen angeschafft. Zusätzlich unterstützen drei externe Firmen die Servicebetriebe bei der Bewässerung.
Um der Mammutaufgabe Herr zu werden, werde nach Dringlichkeit bewässert. „Besonders stark belastete Standorte erhalten entsprechend häufiger Wasser. So wurde beispielsweise die Eichenallee mehrmals pro Woche versorgt“, erklärt die Stadt. Bei diesen, noch relativ jungen Bäumen zwischen Waldfriedhof und Lohhof-Süd hatten sich Bürgerinnen und Bürger besonders besorgt geäußert.
Vorbereitung auf künftige Hitzeperioden
Um sich auf kommende Hitzeperioden vorzubereiten, prüft die Stadt, „wie Einsätze noch früher vorbereitet, Bewässerungstouren verbessert und besonders gefährdete Bäume schneller erkannt werden können. Vorrang haben junge, neu gepflanzte und stark belastete Bäume. Auch die personellen und technischen Möglichkeiten, die Speicherung und nachhaltige Nutzung von Wasser sowie eine genauere Dokumentation der bewässerten Standorte und Wassermengen werden betrachtet.“
Langfristig wolle man zudem den Baumbestand widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit machen. Dazu prüft die Verwaltung unter anderem geeignete Baumarten, größere Baumscheiben und Verbesserungen des Bodens.
Klare Priorisierung erforderlich
Die Stadt betont aber auch: „Bei der hohen Anzahl von Bäumen und Großgehölzen können während extremer Wetterlagen nicht alle Standorte gleichzeitig versorgt werden. Deshalb ist eine klare Priorisierung notwendig. Ziel ist, den Wasserbedarf möglichst früh zu erkennen und die verfügbaren Kapazitäten dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.“
Dabei würden auch Hinweise aus der Bevölkerung helfen. Wer an einem städtischen Baum deutliche Anzeichen von Trockenstress feststelle, könne dies über den städtischen Mängelmelder melden oder eine E-Mail an gruenplanung@ush.bayern.de senden.
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