Ein Aufenthalt an der frischen Luft ist grundsätzlich gesund, im Sommer birgt er aber auch versteckte gesundheitliche Risiken. „Die zunehmende UV-Strahlung ist eine unsichtbare, aber ernst zu nehmende Gefahr für unsere Haut, die oft erst dann bemerkt wird, wenn es zu spät ist“, warnt der Landkreis München in einer Mitteilung. Deshalb beteiligt er sich über die Gesundheitsregion plus Landkreis München am Präventionsprojekt „Watch out“ der Stiftung Deutsche Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V..
Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger über die gesundheitlichen Risiken aufzuklären, die durch UV-Strahlung entstehen, sowie Tipps zu wirksamen Sonnenschutzmaßnahmen zu geben. Dazu wurden nun an einigen öffentlichen Badeseen im Landkreis UV-Indextafeln aufgestellt. Am Unterschleißheimer See findet sich jeweils eine davon an der Toilettenanlage und eine an der Wasserwachtstation.
Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs
„UV-Strahlung zählt zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs. Schon bei einer kurzen, aber intensiven Sonneneinstrahlung kann es zu akuten sowie zu langfristigen Hautschäden kommen, da jedes Ereignis mit viel Sonne ohne den richtigen Schutz dauerhafte Schäden in den Hautzellen zurücklässt“, erklärt der Landkreis dazu.
Über die Jahre hinweg könne sich daraus Hautkrebs entwickeln. Gleichzeitig unterschätzten viele Menschen die Stärke der UV-Strahlung, da sie für das menschliche Auge weder sichtbar noch auf der Haut unmittelbar spürbar ist.
„Durch den voranschreitenden Klimawandel wird sich dieses gesundheitliche Problem in Zukunft voraussichtlich noch weiter verstärken. Mit dem richtigen Verhalten und den passenden Schutzmaßnahmen lässt sich das eigene Hautkrebsrisiko jedoch senken“, erklärt der Landkreis.
UV-Index und Sonnenschutzmaßnahmen
Der UV-Index, ein internationales Maß zur Einschätzung der Sonnenbrandgefahr, sei dabei ein hilfreiches Instrument. Um ihn bekannter zu machen, wurden Mitte August nun die UV-Indextafeln an aufgestellt.
Die Tafeln erklären den UV-Index und seine Abstufungen. Über einen auf den Tafeln abgebildeten QR-Code gelangt man zudem mit dem Smartphone direkt zu einer standortbezogenen Anzeige des tagesaktuellen UV-Indexes. Auf der Webseite gibt es auch konkrete Empfehlungen für geeignete und situationsgerechte Sonnenschutzmaßnahmen.
Finanziert wurden die Tafeln durch die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. sowie die AOK Bayern. Weiterführende Informationen zum UV-Index gibt es unter anderem auch bei der AOK, jeweils aktuelle Werte zur UV-Strahelnbelastung unter anderem beim Bundesamt für Strahlenschutz und dem Deutschen Wetterdienst.
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