Der Verkauf des „Esso-Grundstücks“ an der Ecke Bezirksstraße/Buchenstraße ist abgeschlossen. Der Stadtrat genehmigte den Kaufvertrag abschließend in seiner Sitzung am 24. September 2026. Nun soll dort – wie bereits vorgestellt – ein Gebäude mit Einzelhandel im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen entstehen.
Damit ist eine mehr als zehnjährige Diskussion um die Nutzung des Grundstücks beendet. Der Stadtrat beschloss 2015 den Kauf des Grundstücks. Nach der Übergabe an die Stadt im Jahr 2017 wurde die Fläche übergangsweise als Parkplatz genutzt.
„Das Ziel des Erwerbs war immer, die Bezirksstraße als Einkaufsstraße für die Zukunft zu stärken“, erklärt Bürgermeisetr Christoph Böck in einer Mitteilung. Daher werde seit mehreren Jahren der Plan einer dauerhaften Bebauung mit Einzelhandel im Erdgeschoss und Wohnungen darüber verfolgt.
Der Weg zum Verkauf des „Esso-Grundstücks“
2026 beschloss der Stadtrat, das Grundstück zu verkaufen und die Entwicklung durch einen externen Projektentwickler umzusetzen. Das wurde jetzt die S&P Commercial Development GmbH. Das aktuelle Konzept sieht einen Biomarkt mit Kleinbistro und Außensitzbereich sowie Wohnungen in den drei darüberliegenden Geschossen vor.
Bei der Informationsveranstaltung am 20. Juli war der Wegfall der öffentlichen Stellplätze ein Thema, das viele bewegt. „Entlang der Buchenstraße entstehen insgesamt zehn öffentlich nutzbare Stellplätze. Weitere 18 Kundenstellplätze für den Einzelhandel sind von der Bezirksstraße aus erreichbar. Für die Wohnungen sind außerdem 30 Tiefgaragenstellplätze vorgesehen“, fasst Böck die Planungen diesbezüglich zusammen. Auch die bei der Informationsveranstaltung eingegangen Anregungen zu Ladepunkten für Elektroautos und E-Bikes habe die Verwaltung aufgenommen und an den Investor weitergegeben.
Auch Größe und Höhe des geplanten Gebäudes wurden während der Informationsveranstaltung thematisiert. „Einige empfanden den Baukörper als zu groß oder wünschten sich ein Geschoss weniger. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, wie sich das Gebäude an der Ecke Bezirksstraße/Buchenstraße in seine Umgebung einfügt“, erinnert Böck.
Was der Bebauungsplan sagt
Zur Gebäudehöhe trage auch das Konzept für den Lieferbereich des vorgesehenen Biomarkts (der bereist in der Bezirksstraße ansässige „Denns Biomarkt“ möchte dorthin umziehen). Er soll im inneren des Gebäudes untergebrahct werden. Das reduziert den mit der Anlieferung insbesondere durch Kühl-LKW verbundenen Lärm erheblich. Allerdings wird dafür dafür eine entsprechende Durchfahrtshöhe benötigt.

„Der geltende Bebauungsplan lässt auf dem betreffenden Teil des Grundstücks bereits zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss zu, das ebenfalls als Vollgeschoss ausgebildet werden kann. Die aktuelle Planung sieht gegenüber diesem Baurecht ein zusätzliches Vollgeschoss vor“, führt Böck aus.
Aus Sicht der Stadt sei die zentrale Lage des Grundstzücks entscheidend. „Die Bezirksstraße ist Einkaufs- und Wohnstraße zugleich“, betont Böck. „Das geplante Gebäude führt diese Struktur mit Einzelhandel im Erdgeschoss und Wohnungen darüber fort. Zugleich entsteht zusätzlicher Wohnraum auf einer bereits erschlossenen Fläche.“
Noch gibt es etwas Spielraum bei der Gestaltung
Böck weist aber auch darauf hin, dass noch nicht alle Details des Vorhabens abschließend festgelegt seien. „Die Rückmeldungen aus der Informationsveranstaltung werden deshalb dort berücksichtigt, wo die weitere Planung noch Spielraum bietet. So enthält die aktuelle Planung inzwischen auch Balkone in Richtung Bezirksstraße und Buchenstraße“ – auch diese war eine Anregung aus der Informationsveranstaltung
Nach der Sitzung des Grundstücks- und Bauausschusses im November 2026 sollen Ende November die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden beginnen. Die Stadt wird dann öffentlich bekannt machen, ab wann und wo die Planungsunterlagen eingesehen werden können.
„Bürgerinnen und Bürger haben dann erneut Gelegenheit, sich mit der Planung zu befassen und Stellungnahmen abzugeben“, erklärt Bürgermeister Böck. „Ich bin überzeugt, dass die Bezirksstraße mit der Entwicklung des ehemaligen Esso-Grundstücks an Attraktivität gewinnt. Wir schaffen neuen Wohnraum, stärken den Einzelhandel und geben einem zentralen Grundstück nach Jahren der Zwischennutzung eine dauerhafte Perspektive.“
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