Nach der Vorschlagsphase für das Bürgerbudget 2026 von 10. April bis 3. Mai prüfte die Stadtverwaltung die fast 60 Vorschläge auf grundsätzliche Machbarkeit. 20 davon haben es in die Abstimmungsrunde geschafft. Von1. bis 14. Juni 2026 können nun alle abstimmen, um den ihrer Sicht nach besten Projekten zur Realisierung zu verhelfen. Dafür stehen insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung.
Unter den bei der Stadt eingegangen Vorschlägen seien „viele spannende Ideen rund um die Themen Freizeit, Umweltschutz und Sport, aber auch Mobilität, Historie und vieles mehr“ gewesen, teilt die Stadt mit. Jetzt hofft sie auf möglichst große Beteiligung der Bevölkerung: „Machen Sie Werbung für Ihren Favoriten, sammeln Sie Unterstützung im Bekanntenkreis und beteiligen Sie sich.“
So stimmt Ihr für das Bürgerbudget ab
Die Abstimmung ist über die Online-Plattform CONSUL möglich. Dort sind auch alle Ideen beschrieben. Die Ansicht der Vorschläge ist ohne Anmeldung möglich, zur Abstimmung bei CONSUL muss man registriert sein. Neu ist dieses Jahr, dass Stimmen auch per E-Mail oder Telefon abgegeben können. Das ist unter buergerbeteiligung@ush.bayern.de oder unter 089 31009 327 oder 089 31009 313 möglich.
Jede Person kann pro Vorschlag eine Stimme vergeben. „Eine Chance auf Umsetzung haben die Vorschläge mit den meisten Stimmen. Daher stimmen Sie am besten wirklich nur für die Idee ab, die Sie besonders im Verfahren unterstützen möchten“, empfiehlt die Stadt.
Nach der Abstimmungsphase werden die Vorschläge mit den meisten Stimmen im Detail auf Kosten und Umsetzbarkeit geprüft – bis das verfügbare Budget von 100.000 Euro erreicht ist. Daraufhin entscheidet der städtische Hauptausschuss im Herbst, welche Vorschläge im kommenden Jahr mit den Mitteln des Bürgerbudgets umgesetzt werden.
Bäume, Fahrradständer, Open Sapce und Stadtgeschichte
Zur Auswahl stehen heuer unter anderem mehr Bäume im Stadtgebiet, eine Umrandung für den Sandkasten im Lohwald-Spielplatz, individuelle Ampelmännchen rund um den Ratshausplatz mit Silhouetten der Altbürgermeister Rolf Zeitler und Hans Bayer, eine Webcam auf dem Rathaus, ein Fahrradstellplatz an der Bushaltestelle „Lohhof Sportpark“ und ein Fahrradständer beim „Urban Gardening“-Projekt am Münchner Ring.
Gleich zweimal geht es um die Installation von Kippen-Sammelbehältern an „Kippen-Hotspots“, und mehrmals um Beschattung beziehungsweise Sonnensegel auf Spielplätzen. Auch dabei ist ein sogenannter „Open Space“ für Jugendliche (über die Diskussion dazu berichtete Ushel.news Anfang Mai).
Zwei Vorschläge zielen auf die Stadtgeschichte ab. Einmal geht es um „Schilder zur Denkmalpflege im Stadtgebiet“, das andere Mal um die „Erneuerung des Geschichtsrundgangs Unterschleißheim“ – also die bereits vorhandenen Schilder an stadtgeschichtlich wichtigen Orten. Aber auch die Renovierung der Klassenzimmer der Grundschule an der Johann-Schmid-Straße ist als Vorschlag dabei.