Unterschleißheim steht vor einer wichtigen personellen Weichenstellung: Wie Dr. Thomas Breitenstein, Fraktionsvorsitzender der SPD, und Martin Nieroda von der CSU-Fraktion in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, haben sich die beiden größten Fraktionen im Stadtrat, CSU und SPD, auf eine gemeinsame Besetzung der Bürgermeisterämter verständigt. In der konstituierenden Sitzung des Stadtrats am 7. Mai soll Stefan Krimmer zum Zweiten Bürgermeister und Dr. Birte Bode zur Dritten Bürgermeisterin gewählt werden.
Hintergrund der Einigung ist das Ergebnis der Kommunalwahl vom 8. März. Dabei wurde Amtsinhaber Christoph Böck bereits im ersten Wahlgang mit knapp 60 Prozent der Stimmen als Erster Bürgermeister bestätigt. Gleichzeitig konnten CSU und SPD ihre Positionen als stärkste Kräfte im Stadtrat behaupten.
Signal für Zusammenarbeit in unsicheren Zeiten
Beide Fraktionen werten das Wahlergebnis als klaren Auftrag zur Zusammenarbeit. Angesichts aktueller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen setzen CSU und SPD auf eine gemeinsame, stabile Politik im Stadtrat. Ziel sei es, die Lebensqualität in Unterschleißheim zu sichern und gleichzeitig Zukunftsperspektiven für alle Generationen zu schaffen.
Mit der Personalentscheidung wollen die Parteien nach eigenen Angaben ein Zeichen für Verlässlichkeit und Verantwortung setzen. Stefan Krimmer bringt Erfahrung in das Amt mit: Er war bereits von 2014 bis 2020 Zweiter Bürgermeister und gilt als etablierter Ansprechpartner in der Stadt. Dr. Birte Bode wiederum hat sich in den vergangenen Jahren als engagierte und fachlich versierte Stadträtin profiliert und soll künftig als Dritte Bürgermeisterin Verantwortung übernehmen.
Fokus auf Wirtschaft, Zusammenhalt und Demokratie
Neben der personellen Einigung betonen beide Fraktionen auch gemeinsame politische Ziele. Dazu gehört insbesondere die Stärkung der lokalen Wirtschaft, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Eine stabile wirtschaftliche Basis sei entscheidend, um die Handlungsfähigkeit der Stadt zu gewährleisten und weiterhin soziale sowie nachhaltige Projekte umzusetzen.
Darüber hinaus heben CSU und SPD die Bedeutung demokratischer Werte hervor. Zusammenarbeit, gegenseitiger Respekt und das Einbeziehen unterschiedlicher Perspektiven sollen auch künftig die Arbeit im Stadtrat prägen.
Die kommenden Jahre gelten als richtungsweisend für die Entwicklung Unterschleißheims – die nun vorgestellte Kooperation der beiden großen Fraktionen dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen.