Das Bikesharing-System „MyRadl“ startet am 7. Mai 2026 im Großraum München. Das Angebot wird vom Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) koordiniert. Es soll laut MVV perspektivisch auf rund 1.000 Standorte und über 6.700 Fahrräder im gesamten Verbundraum ausgebaut werden.
Damit entsteht ein flächendeckendes Netz, das den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzt und vor allem die sogenannte „letzte Meile“ abdeckt. Auch Unterschleißheim ist Teil dieses Projekts – und zählt zu den Kommunen, die besonders von den neuen Möglichkeiten profitieren.
Mehr Flexibilität im Alltag
Für die Bürgerinnen und Bürger in Unterschleißheim eröffnet MyRadl neue Wege der Fortbewegung. Ob zur S-Bahn, zur Arbeit oder für kurze Erledigungen: Die Fahrräder können flexibel an festen Stationen ausgeliehen und auch in anderen Kommunen wieder abgegeben werden.
Gerade für Pendler bedeutet das eine enorme Erleichterung. Der Weg zur Haltestelle wird schneller und unabhängiger, gleichzeitig lassen sich Anschlusswege am Zielort unkompliziert mit dem Rad zurücklegen. Das spart Zeit, reduziert Stress und macht den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver.
Zur Auswahl stehen klassische Fahrräder sowie E-Bikes (Pedelecs), sodass auch längere Strecken oder weniger trainierte Nutzer komfortabel unterwegs sind.

Preise und Vorteile für ÖPNV-Nutzer
Bereits ab 1 Euro für 30 Minuten bei klassischen Rädern ist MyRadl ein günstiges Angebot für Gelegenheitsnutzer. E-Bikes kosten 3 Euro für die erste halbe Stunde. Interessant für viele Menschen in Unterschleißheim sind die Vergünstigungen für ÖPNV-Abonnentinnen und -Abonnenten.
Wer beispielsweise ein Deutschland-Ticket über den MVV nutzt, profitiert von reduzierten Preisen und teilweise kostenlosen Nutzungszeiten. Damit wird die Kombination aus Bahn, Bus und Fahrrad nicht nur komfortabler, sondern auch finanziell attraktiver – ein entscheidender Anreiz, häufiger auf das Auto zu verzichten.
Starker Beitrag zur nachhaltigen Mobilität
MyRadl ist zudem ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz in der Region. Ziel des Projekts ist es, den Radverkehr als Alternative zum Auto zu stärken und CO₂-Emissionen zu reduzieren.
Gerade in Unterschleißheim, wo viele Menschen täglich pendeln, kann das System einen spürbaren Beitrag zur Verkehrsentlastung leisten. Weniger Autos bedeuten weniger Staus, weniger Lärm und eine bessere Lebensqualität.
Unterstützt wird das Projekt unter anderem durch Bundesförderprogramme im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Auch die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landkreisen und der Landeshauptstadt München soll zum Gelingen beitragen.
Vernetzte Region als großer Vorteil
Besonderheit von MyRadl ist die regionalen Ausrichtung: Die Fahrräder können über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg genutzt werden.
Für Unterschleißheim bedeutet das eine noch engere Anbindung an München und die umliegenden Gemeinden. Wege, die bisher mit dem ÖPNV nur umständlich zu bewältigen oder nur mit dem Auto möglich waren, lassen sich künftig auch mit dem Fahrrad zurücklegen.