Das Geothermie-Forschungsprojekt „GIGA-M“ hat die nächste Phase seiner Arbeit aufgenommen. Mit der sogenannten Seismik-Kampagne geht es an die Erkundung des Untergrunds mittels Schallwellen beziehungsweise Vibration – eine Art „Ultraschall für den Boden“. Mit den gesammelten Daten soll ein aussagekräftiges Bild der Wasserströme in der Tiefe entstehen, um auf dieser Grundlage dann den Ausbau der geothermie im Großraum München planen zu können.
Zur Datenerfassung lösen auf LKWs montierte Vorrichtungen Vibrationen aus, deren Ausbreitung gemessen wird. Zur Messung kommen sogenannte Geophone zum Einsatz. Genau das sind die grau-orangenen Würfel, die jetzt auch im Stadtgebiet Unterschleißheim an vielen Stellen ausliegen. Sie sind entweder mit einem Bodenanker oder an einem extra dafür in den Boden geschlagenen Stock befestigt oder mit einem Kabelbinder irgendwo angebunden.

Auf Facebook schreibt die Stadtverwaltung dazu: „Die ausgelegten Geophone stehen nicht unter Strom. Sie sollten jedoch nicht bewegt oder herausgezogen werden, da dies die Messergebnisse verfälschen kann. Falls ihr ein einzelnes, versetztes Gerät findet, meldet es bitte unter kontakt@giga-m.de.“
Das rund 20 Millionen Euro teure Forschungsprojekt wird von der TU München geleitet. Beteiligt sind die Stadtwerke München, die Landeshauptstadt München, der Landkreis München, die Energieagentur Ebersberg-München und die Energie-Wende-Garching (EWG). Finanziert wird es zu etwas über die Hälfte aus dem „Klima- und Transformationsfonds“ des Bundes. Deshalb hat sich am Mittwoch auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei einem Besuch in München über das Projekt informiert.
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