Am 9. Mai um 20 Uhr wurden die Feuerwehren Unterschleißheim und Oberschleißheim in die Franz-Lehner-Straße gerufen. Durch den Einsatzleiter Markus Brandstetter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim, wurde aufgrund der Größe der vorgefundenen Lage um 20 Uhr 27 Uhr auf das Alarmstichwort „B5“ erhöht – was in die Laiensprache mit „sehr großem Brand“ übersetzt werden kann.
„Durch die Feuerwehr wurde unter schwerem Atemschutz mit mehreren C-Rohren der Brand bekämpft. Aufgrund der weit sichtbaren und starken Rauchentwicklung wurde eine Bevölkerungsinformation über die Warnapps Katwarn und NINA und über den Warnkanal des Landkreises München auf WhatsApp ‚Sicher im Landkreis München‘ herausgegeben, teilte der Lankreis München mit.
Um den Rauchabzug zu ermöglichen und die Löschmaßnahmen auch von oben unterstützen zu können wurde das Dach der brennenden Lagerhalle mit Baggern geöffnet. Außerdem kam der Löschroboter aus Heimstetten zum Einsatz.
Schadstoffmessungen durch den ABC-Zug
Beim Brand wurden keine Personen verletzt. Im Einsatz waren 155 Feuerwehrdienstleistende, Kräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und weitere Sondereinheiten, darunter der ABC-Zug des Landkreises München. Der nahm auch Schadstoffmessungen im Umkreis vor. Die waren laut Landratsamt negativ. Daher konnten Warnungen gegen 22 Uhr konnten somit die wieder aufgehoben werden.
Zur Schadensursache konnte bislang keine Aussage getroffen werden. Die Ermittlungen zur Brandursache hat das Kommissariat 13 des Polizeipräsidiums München übernommen.
Zweiter Brand binnen eines Jahres
Bereits am 14. August 2025 wurde die Feuerwehr Unterschleißheim, in das Industriegebiet an der Franz-Lehner-Straße gerufen, weil in dem Entsorgungsbetrieb ein Müllbunker in Brand geraten war. Zur Brandbekämpfung wurden die Feuerwehren aus Oberschleißheim, Riedmoos, der ABC Zug München Land sowie das THW München-Land und das THW Dachau an die Einsatzstelle gerufen und auch die Feuerwehren aus Heimstetten und Hohenbrunn sowie aus Garching, Ismaning und Unterföhring unterstützten.
Insgesamt warnen damals etwa 80 Einsatzkräfte vor Ort. Die Ereignisse damals hat unter anderem der YouTube-Kanal „Einsatzfahrzeuge Muc“ dokumentiert.