Beim diesjährigen Schulwettbewerb „Vielfalt macht Schule“ des Projekts „NaturVielfalt Leben im Landkreis München“ stand die Frage stand im Mittelpunkt, was auf dem Schulgelände getan werden kann, um die biologische Vielfalt zu fördern. Gefragt waren Maßnahmen, die dazu beitragen, die biologische Vielfalt und auch das Wissen darüber im Schulalltag steigern.
Lehrkräfte mit ihren Umwelt-AGs oder auch ganzen Klassen konnten sich von der Grundschule bis zum Gymnasium mit dem Thema beschäftigen. Dabei kamen einige preisverdächtige Beiträge zusammen. Bewertet wurden die Einreichungen anhand Kriterien wie der Förderung heimischer Pflanzen- und Tierarten, Wissensvermittlung für Schülerinnen und Schüler und Nachhaltigkeit der Ideen.
Die Bewertung erfolgte getrennt für Grundschulen und weiterführende Schulen. Bei den Grundschulen wurde in Unterschleißheim die Grundschule an der Ganghofer Straße mit dem dritten Paltz ausgezeichnet.
„Die Ganghofer Grundschule punktete damit, dass sich alle Klassen intensiv mit der heimischen Tierwelt beschäftigten“, teilt das Landratsamt mit. „So bekam beispielsweise jede Klasse ein paar Schmetterlingsraupen, die sie dann bei ihrem Verwandlungszyklus über die Puppe bis zum Falter beobachteten und diese dann freiließen. Überzeugend war auch die Präsentation der Schülerinnen und Schüler, die voller Begeisterung über ihre Beobachtungen bei der Stunde der Garten- und Wintervögel berichteten und bereits viel über unsere heimische Vogelwelt zu sagen wussten. Die fachgerechte Wiederherstellung einer großen Wildbienennisthilfe für den naturnahen Pausenhof war eine gelungene Ergänzung“, so das Fazit der Jury.
Ausgezeichnete Projekte in Ottobrunn und Neuried
Der erste Platz bei den Grundschulen ging nach Ottobrunn an die Grundschule in der Lenbachallee. Die überzeugte bereits im Vorjahr mit ihrem naturnahem Pausenhof. Nun kamen eine große Wassertonne zum Gießen und ein in Gemeinschaftsarbeit angelegtes, artenreiches Staudenbeet mit heimischen Kräutern und Blühpflanzen unter der Feuertreppe hinzu. Ergänzt wurde es mit Strukturen wie tiefen, sandigen Bodenstellen und Totholz sowie Lochziegeln, damit Wildbienen neben einem Nahrungsangebot auch einen Platz zum Nisten haben.
Den zweiten Platz belegte die Grundschule Neuried. Sie verdiente ihn sich durch ein ganzheitliches Konzept zur Förderung der biologischen Vielfalt und der Umweltbildung. Neben dem Anpflanzen von heimischen Nahrungspflanzen für Insekten wurde auch die Strukturvielfalt durch Totholzhaufen, eine Totholzhecke sowie einen Käferkeller berücksichtigt. Zudem habe eine fachgerechte Wildbienennisthilfe mit der Möglichkeit einen Blick in das Innere zu werfen, Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse zum Staunen gebracht“, berichtet der Landkreis.
Bei den weiterführendne Schulen wurden die Erich-Kästner-Mittelschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn, das Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn und die Mittelschule Ismaning mit den ersten drei Plätzen ausgezeichnet.
Das Projekt „NaturVielfalt Leben im Landkreis München“
Das Projekt „NaturVielfalt Leben im Landkreis München“ hat zum Ziel, die biologische Vielfalt im Landkreis zu fördern und für zukünftige Generationen zu erhalten. Dabei werden einerseits aktiv Maßnahmen für den Erhalt und die Förderung vieler nützlicher Insekten wie Schmetterlinge und Wildbienen ergriffen, andererseits sollen über Beratungs- und Bildungsangebote möglichst viele Menschen im Landkreis für die Natur begeistert und zum Mitmachen angeregt werden. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.