Es war alles angerichtet für einen besonderen Volleyballabend – und am Ende wurde es ein unvergesslicher. Vor heimischem Publikum sicherte sich der SV Lohhof mit einem dramatischen 3:2-Erfolg gegen den VC Wiesbaden vorzeitig den Meistertitel in der 2. Bundesliga Süd.
Schon vor Spielbeginn lag eine besondere Spannung in der Halle. Fans, Team und Umfeld wussten: Heute kann Geschichte geschrieben werden.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen, doch im ersten Satz war Lohhof noch nicht ganz im eigenen Rhythmus. Kleine Unsicherheiten schlichen sich ein, Wiesbaden nutzte diese konsequent und sicherte sich den Durchgang knapp mit 25:23.
Doch was danach folgte, war die Reaktion eines echten Spitzenteams. Lohhof spielte sich mit jeder Aktion mehr in einen Rausch: druckvolle Aufschläge, spektakuläre Abwehraktionen und klug herausgespielte Angriffe bestimmten das Spiel. Die Mannschaft agierte entschlossener, mutiger – und belohnte sich mit zwei überzeugenden Satzgewinnen (25:16, 25:18).
Mit diesem Moment war klar: Der Meistertitel gehört dem SV Lohhof.
Der entscheidende Ball für diesen historischen Erfolg spiegelte noch einmal alles wider, was dieses Team auszeichnet. Nach einem präzisen Zuspiel von Kapitänin Mona Boyer stieg Livia Papiri hoch und verwandelte den Ball mit voller Entschlossenheit im gegnerischen Feld. Ein Angriff, der nicht nur einen Punkt bedeutete – sondern den Titel.
Was danach folgte, war pure Emotion. Die Halle explodierte, Spielerinnen fielen sich in die Arme, auf und neben dem Feld flossen die ersten Tränen. Ein Moment, für den monatelang gearbeitet wurde – jetzt war er endlich Realität.
Nach diesem emotionalen Höhepunkt fiel es Lohhof verständlicherweise schwer, die Spannung hochzuhalten. Wiesbaden nutzte diese Phase und sicherte sich den vierten Satz (14:25). Doch eines war klar: Diese Mannschaft wollte den Abend perfekt machen.
Im Tiebreak mobilisierte Lohhof noch einmal alle Kräfte. Getragen von der Energie der Halle und dem unbedingten Willen, die Heimserie zu verteidigen, kämpfte sich das Team Punkt für Punkt zum Sieg. Den Schlusspunkt setzte Julia Perzl mit einem direkten Aufschlagpunkt zum 15:12 – und machte damit auch den 3:2-Heimsieg perfekt.
Nach dem Abpfiff verwandelte sich die Halle endgültig in ein Tollhaus. Konfetti regnete von den Rängen, die Meistershirts wurden übergezogen und Mannschaft, Trainerteam, Helfer und Fans feierten gemeinsam diesen besonderen Triumph. Die Unterstützung von den Tribünen war einmal mehr ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Titel.
Als wertvollste Spielerin auf Seiten des VC Wiesbaden wurde Emma Burda ausgezeichnet. Beim SV Lohhof durfte sich Kapitänin Mona Boyer über ihre bereits achte MVP-Medaille der Saison freuen.
Nach diesem emotionalen Höhepunkt hat sich das Team die anschließende Spielpause mehr als verdient. Am 18. April geht es auswärts in Offenburg weiter – dann bereits mit dem Meistertitel im Gepäck.



