Die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim ahnte schon, dass es trotz aller Warnungen vor den Gefahren der Feuerwerksbegeisterung an Silvester auch zum Jahreswechsel 2025/26 dadurch wieder mehr Arbeit geben wird. Inwieweit die durch Unachtsamkeit oder mutwillig verursacht wurde, muss jetzt die Polizei untersuchen.

„Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit von Einsätzen trafen sich mehrere Freiwillige im Gerätehaus, um eine Einsatzbereitschaft sicherzustellen, andere Kameradinnen und Kameraden zu entlasten und ein schnelles Eingreifen zu ermöglichen“, schildert die FFU Unterschleißheim in einer Mitteilung die Vorbereitungen für die Silvesternacht.

Und die Befürchtungen bestätigten sich: „Bereits vor Mitternacht mussten zwei Mülleimer abgelöscht werden. Kurz nach Mitternacht folgte ein weiterer Einsatz, bei dem ein brennender Altkleidercontainer gelöscht wurde.“
Mülltonnenhaus in der Valerystraße abgebrannt
Noch während die Feuerwehr mit dem Altkleidercontainer beschäftigt war, wurde sie um 0 Uhr 48 Uhr zu einem weiteren Brand gerufen. Der erwies sich dann als größeres Problem. Denn ein etwa 4 mal 3 Meter großes Mülltonnenhaus in der Valerystraße stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in hellen Flammen.

Bei der Brandbekämpfung kamen vier C-Rohre (also Rohre mit Durchmessern zwischen 4,2 und 5,2 cm) und vier Trupps mit Atemschutzausrüstung zum Einsatz. Erschwert wurden die Löscharbeiten aber nicht nur durch den giftigen Qualm des brennenden Mülls, sondern auch durch die direkt benachbarte Trafostation.

Sie wurde nach Angaben der Feuerwehr nach Rücksprache mit dem Energieversorger spannungsfrei geschaltet sowie auf Glutnester und Brandrauch kontrolliert. Außerdem wurde die Holzverkleidung entfernt und der Dachstuhl mit einer Wärmebildkamera überprüft. Das Mülltonnenhaus musste mithilfe eines Krans abgetragen werden, um es vollständig löschen zu können. Der Einsatz dauerte einschließlich der erforderlichen Vorbereitungen im Gerätehaus rund vier Stunden.
