Nachhaltige Vorgärten unterstützen die Artenvielfalt und sind eine gute Maßnahme, unsere Stadt resilienter gegenüber klimatischen Änderungen zu machen. Besonders die verstärkte Hitzebildung durch versiegelte Flächen ist auch in Unterschleißheim spürbar. Daher war die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt, unsere Stadt insektenfreundlicher und klimaangepasster zu gestalten.
Seit dem Frühjahr lief der Mitmachaufruf zum Vorgartenwettbewerb. Unter den Einsendungen wurden nach Einsendeschluss die kreativsten, insekten- und klimafreundlichsten Vorgärten in Unterschleißheim ausgewählt. Bei der Auswahl der Gewinnergärten wurde durch die fachkundige Jury Wert auf eine nachhaltige Pflanzen- sowie Materialienwahl gelegt sowie Klimafreundlichkeit, das Nahrungs- und Nistangebot für Insekten und Vögel, der Anteil von Beet- und Blühbereichen im Verhältnis zu Rasen- und versiegelten Flächen und am Ende auch die Kreativität berücksichtigt.
Ausgezeichnete Vorgartenbesitzerinnen und -besitzer
Die Vorgartenbesitzerinnen und -besitzer wurden nun ausgezeichnet. Stadtgutscheine sowie mit dem Stadtjubiläumslogo gravierte Insektenhotels wurden direkt in den Gewinnergärten vor Ort übergeben. Den ersten Platz belegte Frau Veronika Müller, die mit ihrem Vorgarten die Jury komplett überzeugen konnte. Dort gibt es eine dichte, 40 Jahre alte Efeuhecke an der Hauswand, die einen guten Nistplatz für Vögel bietet. Verblühte und vertrocknete Pflanzen werden über den Winter für die Insekten stehen gelassen. Es gibt dort keinen Rasen, sondern eine Fülle an verschiedenen Pflanzen. Auf Pestizideinsatz und Torf wird in ihrem Vorgarten komplett verzichtet.
Den zweiten Platz belegte Familie Meyer, deren Vorgarten mit den voll bedeckten Flächen und zahlreichen Pflanzen wie Sonnenblumen, Wegwarten und Sommerflieder einen tollen Rückzugsort für Insekten bietet. Unkraut wird nicht entfernt, was den Vorgarten insgesamt zu einem nachhaltigen Vorzeigeprojekt macht.
Den geteilten dritten Platz belegten Frau Célina Kleina und Frau Gabi Routil. Beide Vorgärten sind flächenmäßig eher klein und die Jury erkannte die teils schwierigen Bepflanzungsbedingungen. Jedoch wurde die Fläche dafür sehr gut genutzt und es entstand eine klima- und insektenfreundliche Oase. Es wurde Wert gelegt auf Nachhaltigkeit, indem viele Pflanzen aus dem eigenen Bestand kamen, bewusst erhalten wurden und somit keine Transportwege anfielen. Auch die Vielfalt an insektenfreundlichen Pflanzen wie Lavendel, einer Felsenbirne und einem Sauerkirschbaum haben die Jury überzeugt.
Die Aktion soll im nächsten Jahr wieder stattfinden und um neue Kategorien wie zum Beispiel Balkone erweitert werden. Wir freuen uns, wenn Sie sich wieder zahlreich beteiligen!
Quelle: Stadt Unterschleißheim, Pressestelle


