Erneuerbare Energien stehen in Deutschland derzeit stark unter Druck. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Teile der Union gehen in Worten und Taten hart gegen den Ausbau der Erneuerbaren Energien vor. Das hat bereits Widerstand aus der Wirtschaft hervorgerufen. Aber auch viele Bürgerinnen und Bürger sehen das Vorgehen der Bundesregierung angesichts der aktuellen Entwicklung bei Fossilen Energien in Umfragen zunehmend kritisch.
Am 18. April ruft deshalb ein breites Bündnis von Organisationen in Hamburg, Berlin, Köln und München zu Demonstrationen auf, um die Erneuerbaren Energien und die Energiewende zu verteidigen.
Bündnis 90 / Die Grünen Unterschleißheim wollen die Demonstration unterstützen und fahren gemeinsam mit der S1 zur Demo nach München. Sie laden alle Interessierten ein, sich anzuschließen. Treffpunkt ist 11 Uhr 12 Uhr am vorderen Bahnsteig Richtung München.
Energiewende retten
Die Organisatoren der Demonstration betonen, dass alle gefragt seien, um die Energiewende zu retten und mit mehr Tempo durchzusetzen. Sie betonen in ihrem Aufruf: „Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, die Grönlandkrise, der Iran-Krieg und eskalierende Energiepreise zeigen uns: Öl und Gas machen uns abhängig und erpressbar von Autokraten. Sie treiben Energiepreise in die Höhe und befeuern Extremwetter, unter denen besonders ökonomisch schwächere Teile der Gesellschaft leiden. In diesen krisenhaften Zeiten schützt der Ausbau Erneuerbarer Energien Verbraucher*innen vor eskalierenden Kosten und senkt dauerhaft den Strompreis. Erneuerbare sichern Millionen Arbeitsplätze im Mittelstand und in der Industrie. Auf Hausdächern und in Bürger*innen-Hand demokratisieren sie die Energieversorgung. Sie sind die zentrale und beste Antwort auf die Klimakrise.“
Die Demonstrationen am 18. Mai werden von einem breiten Aktionsbündnis getragen. Dazu gehören Campact, Fridays for Future, Greenpeace, Deutsche Umwelthilfe, WWF, German Zero und Germanwatch. Als Unterstützer treten unter anderem Der Paritätische Gesamtverband, NABU, das Bündnis Bürgerenergie (BBEn), Robin Wood, Bund Naturschutz in Bayern, BUND und der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. auf.
Zentrale Forderung an die Bundesregierung mit den Demonstrationen ist es, die Pläne für ein Netzpaket und ein neues Erneuerbaren-Energien- und Gebäude-Modernisierungs-Gesetz vom Tisch zu nehmen. Sie soll außerdem einen Neustart wagen. Für den seien ein höheres Ausbautempo bei Sonnen- und Windkraft, eine Ausbauoffensive für Verteilnetze und Stromspeicher sowie eine Digitalisierung des Energiesystems für intelligente Stromnetze, eine Stärkung der europäischen Unabhängigkeit durch eine eigene Energiewende-Industrie und deren Schutz vor unfairem Wettbewerb sowie eine Absenkung der Stromsteuer für alle und einen günstigeren Wärmepumpen-Strompreis erforderlich, damit E-Autos und Wärmepumpen noch attraktiver werden. Daneben sei eine soziale Förderung und starker Mieterschutz erforderlich, damit klimafreundliches Heizen für alle bezahlbar werde.
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