„Jetzt. Wohin.“ am 2. Juni

Capitol Kino zeigt Doku über Robert Habeck 

Das Capitol Kino zeigt am 2. Juni im Rahmen der Reihe „Grünes Kino“ die Habeck-Doku „Jetzt.Wohin“. (Foto: Florida Film / Pandora Film / Fritz Butze)
Das Capitol Kino zeigt am 2. Juni im Rahmen der Reihe „Grünes Kino“ die Habeck-Doku „Jetzt.Wohin“. (Foto: Florida Film / Pandora Film / Fritz Butze)

Vom 8. Dezember 2021 bis 6. Mai 2025 war Robert Habeck Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und Vizekanzler – und täglich in den Medien. Viele seiner Vorhaben riefen wütende Angriffe der Opposition hervor – die jetzt in der Regierungsverantwortung ist und vieles davon nahezu fast genau so umsetzt, wie damals von Habeck geplant.

Im Film „Jetzt. Wohin.“ geht es aber nicht um diese turbulenten Zeiten. Für die Dokumentation begleitete Regisseur Lars Jessen Habeck im Bundestagswahlkampf 2024/25 mit der Kamera. Jessen ist Grünen-Unterstützer, Habeck-Fan und mit ihm befreundet.

Das von ihm erhoffte Ende bekam sein Film nicht: Nachdem es für die Grünen nicht für eine neuerliche Regierungsbeteiligung gereicht hatte, zog sich Habeck aus der Politik zurück. Trotz oder vielleicht gerade wegen der großen Nähe zu dem Politiker wurde es jedoch ein interessanter, ungewöhnlicher politischer Dokumentarfilm.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Grünes Kino“ organisiert der Ortsverband Unterschleißheim von Bündnis 90/Die Grünen nun am Dienstag, 2. Juni 2026 die Vorführung des Dokumentarfilms im Capitol Kino in Unterschleißheim. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr 15. Tickets gibt es über die Programm-Webseite des Kinos.

Politik in Zeiten multipler Krisen

Der Film begleitet Robert Habeck über einen längeren Zeitraum hinweg in einer Phase politischer Neuorientierung und persönlicher Reflexion. Im Mittelpunkt steht dabei weniger der politische Alltag als vielmehr die Frage, wie Politik in Zeiten multipler Krisen, wachsender gesellschaftlicher Spannungen und schwindender Gewissheiten gestaltet werden kann. Die Dokumentation zeigt einen Politiker, der sich offen mit Zweifeln, Erwartungen und den Belastungen politischer Verantwortung auseinandersetzt.

Dabei entsteht kein klassisches Porträt eines Spitzenpolitikers, sondern eine vielschichtige Beobachtung über demokratische Kultur, politische Kommunikation und die Herausforderungen moderner Regierungsarbeit. Die Regie verzichtet weitgehend auf Dramatisierung und setzt stattdessen auf ruhige, unmittelbare Szenen und persönliche Gespräche.

Politische Prozesse sichtbar gemacht

Kritiken würdigen insbesondere die nachdenkliche und selbstkritische Perspektive des Films sowie die seltene Offenheit, mit der politische Prozesse und persönliche Unsicherheiten sichtbar werden. „Auch wenn der Regisseur klar grüne Positionen vertritt – lohnend ist der Film auch für Andersdenkende und -wählende, weil er die Mechanismen politischer Kommunikation und Manipulation so gut offenlegt“, schreibt etwa Walli Müller vom NDR.

Auch die Frage nach dem Umgang mit Scheitern und öffentlichen Erwartungen zieht sich durch die Dokumentation. Der Film zeigt Politik nicht als Abfolge einfacher Antworten, sondern als fortwährenden Prozess des Abwägens, Ringens und Lernens. „Gerade dadurch eröffnet er einen ungewöhnlichen Zugang zu aktuellen politischen Debatten und lädt dazu ein, über den Zustand der Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt ins Gespräch zu kommen“, werben die Veranstalter.

Und genau das ist das Ziel der Vorstellung: Mit der Reihe „Grünes Kino“ möchten die Grünen in Unterschleißheim gesellschaftlich relevante Filme präsentieren und Raum für Diskussion und Begegnung schaffen. Die Filmabende verbinden Kultur und politische Debatte und richten sich ausdrücklich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von einer parteipolitischen Bindung.

Wann: Dienstag, 2. Juni 2026 · 20 Uhr 15

Wo: Capitol Kino · Alleestraße 24 · Unterschleißheim

Tickets: 8 bis 10 Euro unter https://capitol-lohhof.de/programm/aktuelles-programm

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