Am späten Dienstagabend hatte ein Jäger auf seinem Nachtsichtgerät eine Großkatze erkannt und die Polizei informiert. „Die gefertigten Bildaufnahmen wurden noch in der Nacht einem Experten vorgelegt, der davon ausgeht, dass es sich bei dem Tier um einen Puma handeln könnte“, teilte die Polizei Bayern am Mittwoch mit.
Spaziergänger wurden gebeten, Hunde an die Leine zu nehmen. Der Landkreis Erding warnte auf Facebook: „Im Gemeindebereich Oberding wurde mutmaßlich eine freilaufende Raubkatze gesichtet. Es wird vorsorglich um erhöhte Vorsicht geboten. .. Bitte leinen Sie Hunde auf Spaziergängen an und lassen sie kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen.“ Falls jemand das Tier sehe, solle er den Standort unter 08122 968-0 der örtlichen Polizei melden.
Die Polizei führt derzeit umfangreiche Maßnahmen zur Ermittlung der Herkunft des Tieres. Zudem werde versucht, Hinweise auf den Aufenthaltsort der Katze in dem weitläufigen Waldgebiet unter anderem auch durch den Einsatz eines Polizeihubschraubers, einer Vielzahl von Einsatzkräften sowie polizeilicher Drohnen zu erlangen. Nach wie vor sei nicht klar, um welche Tierart es sich handelt.
KI-Pumas nerven die Polizei
Jetzt warnt die Polizei zudem vor mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) generierten Abbildungen von Raubkatzen. Solches Material hat einer unter anderem von Antenne Bayern aufgegriffenen dpa-Meldung zufolge auch die Polizei erreicht. „Diese Bilder behindern unsere Ermittlungsarbeit“, beklagte demnach , sagte Sebastian Pinta, der Leiter der Polizeiinspektion Erding.
Eine Abbildung zeigt dem Bericht zufolge zum Beispiel eine Großkatze mitten in einer Ortschaft in der Region. Die Polizei müsse dann vor Ort ermitteln und mit den Menschen sprechen, von denen die Abbildungen angeblich stammen.
„Das ist eine bewusste falsche Hinweisgebung an die Polizei“, betonte Pinta der dpa-Meldung zufolge bei einer Pressekonferenz im Erdinger Landratsamt. Die Verbreitung solcher Bilder auf Social Media verunsichere die Wohnbevölkerung. Die erste Aufnahme, die die Suche nach dem Tier ausgelöst hatte, hält die Polizei aber für echt.
