Je sorgfältiger Bürgerinnen und Bürger Bioabfall, Wertstoffe und Restabfall trennen, desto besser lassen sich die gesammelten Abfälle verwerten. Die kommunale Abfallwirtschaft des Landratsamts München hat 2025 Rest- und Bioabfallanalysen durchführen lassen. Die Ergebnisse sollen helfen, die Qualität der Mülltrennung weiter zu sichern und die Restabfallmengen zu reduzieren.
Bei der Restabfallanalyse lag der Schwerpunkt auf der Menge der enthaltenen Bioabfälle. Zusätzlich wurde der Restabfall hinsichtlich recyclingfähiger Wertstoffe wie Glas, Leichtverpackungen sowie Papier, Pappe und Kartonagen untersucht. Auch schadstoffhaltige Abfälle und Elektroschrott wurden erfasst.
Bei der Bioabfallanalyse lag der Fokus auf den Anteilen der enthaltenen Organikfraktionen, insbesondere organischen Abfällen aus Küche und Garten. Zudem wurden Fremdstoffanteile, zum Beispiel Restabfall, sowie Art und Menge der zum Sammeln genutzten Beutel untersucht. Dazu zählen Papierbeutel, PE-Beutel sowie kompostierbare Kunststoffbeutel aus biologisch abbaubaren Wertstoffen (BAW-Beutel), die aber auch problematisch sein können..
Ergebnisse der Abfallanalyse
Beim Bioabfall sind die Landkreisbürger verantwortungsbewusst. Der untersuchte Bioabfall bestand überwiegend aus organischen Materialien, insbesondere aus Garten-, Küchen- und Nahrungsmittelabfällen. Insgesamt zeigte sich eine sehr hohe Qualität: Rund 99 Prozent der Inhalte waren korrekt über die Biotonne entsorgt.
Auch wenn die Anzahl der Fehlwürfe überschaubar ist: Verpackte Lebensmittel. Kunststoffe und Fremdstoffe wie Glas und Metall gehören nicht in den Biomüll. Schadstoffhaltige Abfälle wurden glücklicherweise nicht festgestellt.
Etwa die Hälfte der organischen Abfälle bestand aus Gartenabfällen, gefolgt von Küchen- und Nahrungsmittelabfällen mit rund 34 Prozent. Dabei zeigte sich ein Unterschied zwischen den Siedlungsstrukturen: In ländlichen Gebieten dominierten Gartenabfälle, während in städtischen Bereichen mehr Küchenabfälle anfielen.
In den Haushalten wurden knapp die Hälfte der organischen Abfälle, rund 46 Prozent, in Beuteln gesammelt. Bei den genutzten Beuteln handelte es sich überwiegend um systemkonforme Papierbeutel mit einem Anteil von rund 60 Prozent. Gleichzeitig fanden sich noch rund 29 Prozent BAW-Beutel und 11 Prozent PE-Beutel im Bioabfall.
Handlungsbedarf bei Bioabfallsammelbeuteln
Trotz der insgesamt sehr guten Qualität besteht weiterhin Handlungsbedarf. Insbesondere die Entsorgung verpackter Lebensmittel über die Bioabfalltonne und die Verwendung ungeeigneter Beutel sollten konsequent vermieden werden, um die Qualität des Bioabfalls langfristig zu sichern und weiter zu verbessern.
Zu viele Wertstoffe im Restabfall
Die Restabfallanalyse zeigt deutliches Potenzial für eine bessere Abfalltrennung. Rund 39 Prozent des Restabfalls könnten getrennt über Bio- oder Papiertonne, Containerstandplätze sowie Wertstoffhöfe entsorgt werden.
Den größten Anteil machen organische Abfälle mit rund 22 Prozent sowie recycelbare Wertstoffe wie Papier, Glas und Verpackungen mit rund 16 Prozent aus. Durch eine konsequentere Nutzung der bestehenden Sammelsysteme könnten diese Wertstoffe ökologisch wiederverwertet und die Restabfallmengen reduziert werden.
Text: Landkreis München / bearbeitet durch Ushel.news